Lovebugs

Früher planten die Lovebugs alles ganz genau, ehe sie sich ins Studio wagten. Diesmal jedoch war Spontaneität alles. So nistete sich die Band mit den noch taufrischen Songs im herrlich musealen Funkhaus-Studio in Berlin ein und tat, was sie schon immer besten konnte: Live spielen. Keine Idee war zu verrück, kein Effektgerät zu verstaubt und keine Echokammer zu hallig um ausprobiert zu werden. Dass nach dem kreativen Höhenflug trotzdem niemand so richtig glücklich war mit den Resultaten, war ernüchternd. Adrian: «Drei Monate später sassen wir da mit fertige Master und leerer Kasse und mussten uns eingestehen: Das ist es nicht! Zu glatt geschliffen war das alles. Es fehlte das Erdige, das wir gesucht hatten.»

«Land Ho!» ist das vielseitigste und witzigste Lovebugs-Album. Das Spektrum reicht vom Ohrwurmpop von «Land Ho!» über die feisten Gitarren von «Juxtapose» zum sonnigen Beinahe-Rumba von «Sunshine for Breakfast». Es geht weiter mit dem lockeren Rheinknie- Reggae von «Lazy Swazy» und die Ballade «Too Close to Touch». Ein besonderes Highlight folgt zum Dessert, die subtile Stilmelange von «Shylight». Simon Ramseier bringt das neue Lebensgefühl der Lovebugs auf den Punkt: «Lange haben wir gegrübelt. Wird Musik überhaupt noch geschätzt, oder ist es nur noch eine Nebenerscheiunung, nice to have? Dann sahen wir ein - der einzige Grund, Musik zu machen, ist der, dass es uns Spass macht.»

 

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