Müslüm

Nach dem äusserst erfolgreichen Erstling Süpervitamin (2012), gelingt Müslüm mit Apochalüpt ein überzeugendes zweites Album in ebenso authentischer Weise. Seine Arrangements sind komplexer und differenzierter geworden, ohne dabei an Frische einzubüssen. Klanglich wird das neue Album von der Zusammenarbeit mit dem türkischen Orchester Istanbul Strings geprägt. Arabeske Harmonien, wehklagende Geigen umgarnen seinen charismatischen Gesang. Sie verleihen der fantastischen, müslümtypischen Wortakrobatik einen sphärischen Raum, in dem sich unsere inneren Bilder beim Zuhören frei entfalten können. Die orientalischen Klänge des Streichorchesters machen besonders deutlich, wie selbstverständlich der Musiker die kulturellen Wurzelpaare seiner Secondo-Identität als künstlerische Chance beim Schopf packt. Es ist diese Selbstverständlichkeit und befreiende Leichtigkeit, von der wir uns gerne anstecken und inspirieren lassen. Seine Musik wirkt wie Medizin gegen viele zivilisatorische Krankheiten unserer Zeit. Müslüm nennt die Facts beim Namen und führt mit treffsicherem Humor seine Message ins Ziel: direkt in unsere Herzen, unter die Haut, in unsere Köpfe und in unsere Seele, wo seine Musik unser Denken befreit.

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