Routenänderung Spanisch-Brötli-Bahn


Routenänderung Spanisch-Brötli-Bahn

Die Spanischbrödli-Bahn an der Badenfahrt 2017

Routenänderung: Aus Sicherheitsgründen muss die Hochbrücke während dem Badenfahrt Festbetrieb für den motorisierten Verkehr gesperrt werden. Diese Massnahme betrifft auch die Fahrroute der Spanischbrödlibahn. Neu wird diese folgende Route fahren: Schulhausplatz – Bahnhof Ost – Casino – Trafo – AZ Gebäude – Dynamostrasse – Bahnhof Ost – Schulhausplatz.

Das 170. Jubiläum dieser legendären Bahnstrecke wird dieses Jahr gefeiert, pünktlich zur Badenfahrt 2017. Die Festbeiz FahrBar bietet die einmalige Gelegenheit, mit einer Nachbildung der Spanisch-Brödli-Bahn eine 45-minütige Rundfahrt zu machen. Die Rundfahrt führt exklusiv durch den neuen Bustunnel und vorbei an wunderschönen Gegenden mit Blick auf die Stadt Baden und das Festgebiet. Während der Rundfahrt erfahren Sie Interessantes, Spannendes und Skurriles über die Geschichte Badens. Im Anschluss wird ein Cüpli/Softdrink kredenzt. Darüber hinaus können Spanisch-Brödli nach überliefertem Rezept probiert werden. Rundfahrt, Getränk und Spanisch-Brödli kosten zusammen CHF 20.- pro Person. Abfahrt ist vor der Festbeiz FahrBar, an der Ausfahrt des neuen Bustunnels, Seite Hochbrücke.

Für Gruppen ab 4 Personen sind Reservationen möglich - reservieren Sie eine Rundfahrt für Ihre Familie, Freunde oder Geschäftspartner.
Einzelpersonen kaufen ihr Ticket vor Ort bei der FahrBar.

Weitere Informationen finden Sie im Flyer sowie hier:

Das süsse Märchen der legendären Spanisch-Brödli-Bahn

Es war einmal eine Stadt, in der viele wohlhabende Menschen lebten. Sie hatten alles, was mit Geld an Besitz und Luxus zu haben war: prachtvolle Kutschen, herrschaftliche Häuser und saubere Kleider. Diese wohlhabende Stadt lag wunderschön an einem Fluss und an einem See, mit Blick auf schneebedeckte Bergspitzen. Das Leben in ihr wäre perfekt gewesen, wäre da nicht dieses eine kleine Detail, das so Mancher und so Manchem die Verzweiflung in die Leiber trieb. Immer, wenn sich die Herrschaften an den reich gedeckten, sonntäglichen Frühstückstisch setzten, fehlte nur diese eine Kleinigkeit: Das süsse i-Tüpfelchen auf ihrem sonst vollkommenen Dasein, diese raffinierte Köstlichkeit, auf der Zunge schmelzend, zart wie ein musikalischer Jüngling und süss wie eine liebliche Magd. Spanisch-Brödli. Leider hatten die Stadtbewohner einen bösen Grossvater, der ihnen verbot, diese himmlischen Blätterteigtaschen in ihrer eigenen Stadt zu backen.

So waren die betuchten Herrschaften nicht faul und schickten ihre Dienstmägde und –boten auf einen nächtlichen Spaziergang in die 23 Kilometer entfernte, kleinere aber auch freiere Stadt Baden, wo die Spanisch-Brödli heimisch waren. Hier in Baden lebte man sorglos zwischen heissen Quellen, Flüssen und Bergen, hin und wieder kamen Fremde aus aller Herren Ländern oder Staatsmänner beschlossen wichtige Abmachungen. Abgesehen davon war es ruhig in der Stadt und die Badener waren fröhliche Bewohner. Ob das daran lag, dass der böse Grossvater hier nichts zu sagen hatte? Spät nachts kamen die Bediensteten der Herrschaften aus der strengen Stadt in Baden an, besuchten hastig Konditoren und Bäcker und machten sich gleich wieder auf den Heimweg, um ihren Herren und Damen pünktlich zum morgendlichen Kaffee oder Tee die leckere Badener Spezialität servieren zu können.

Das ging Jahre so und auf die Spanisch-Brödli wollte in der Stadt am See bald niemand mehr verzichten. Die Dienstmägde und Knechte wanderten tagein tagaus munter die 23 Kilometer nach Baden und die 23 Kilometer wieder zurück. Bis eines Tages das Wunder geschah: Es wurde die erste Eisenbahnlinie der Schweiz gebaut. Die zwei Städte, namentlich Baden und Zürich, wurden mit dieser Linie verbunden und der Weg, den Magd und Knecht nun zurücklegen mussten, verkürzte sich von 4,5 Gehstunden auf 45 Zugfahrminuten. Was sie an Zeit sparten, gaben ihre Herren an Geld für die Fahrkarte aus – 80 Rappen, der Tageslohn eines Bediensteten. Dies war im Jahre 1847. Schon bald kannte keiner mehr die Bahnstrecke unter ihrem wirklichen Namen, der lautete «Schweizerische Nordbahn, Erste Section, Zürich–Baden». Alle nannten sie nur noch Spanisch-Brödli-Bahn – in Anlehnung an die heissbegehrten Blätterteigverführungen, deren wohliger Geruch täglich in den Waggons der Eisenbahnen zu vernehmen war.

Seit die erste Spanisch-Brödli-Bahn den Bahnhof in Zürich verliess und sich auf den Weg nach Baden machte, sind bald 170 Jahre vergangen. Mittlerweile hat der böse Grossvater in Zürich an Einfluss verloren und die Zürcher lassen sich allerlei Süssigkeiten schon längst nicht mehr verbieten. Doch auch nach so vielen Jahren lebt der Geist der Spanisch-Brödli-Bahn immer noch.

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